Ulla Schmidt würdigt IDA-Projekt: "IDA zeigt richtigen Weg"
Deutliche Unterstützung erhält die Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA) von Deutschlands führender Gesundheitspolitikerin. Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit, und die ehemalige Bundsministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, informierten sich am Freitag in Nürnberg über das IDA-Projekt. Ulla Schmidt begrüßte das Engagement von IDA: "An Demenz erkrankte Menschen verlieren ihre Selbstständigkeit und sind auf Betreuung zum Teil rund um die Uhr angewiesen. Das Projekt IDA zeigt einen richtigen Weg, mit dieser Situation umzugehen", sagte Bundesministerin Ulla Schmidt. "Ambulante Angebote sind besonders geeignet, weil die meisten Pflegebedürftigen in ihrer vertrauten Umgebung und, was noch wichtiger ist, nahe den ihnen vertrauten Menschen gepflegt und betreut werden wollen."
Renate Schmidt, seit kurzem auch Schirmherrin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, betonte: "In der Beantwortung der Frage, wie wir uns alle auf die Entwicklung einer älter werdenden Gesellschaft mit all ihren speziellen Problemen einstellen können und wie wir damit umgehen werden, ist das IDA-Projekt ein wichtiger Baustein."
Prof. Dr. med. Elmar Gräßel, medizinisch-wissenschaftlicher Leiter von IDA, hob in seiner Begrüßungsrede das große Engagement der Hausärzte in Mittelfranken hervor: "Den Hausärzten ist es ein ernstes Anliegen, die Versorgungsqualität ihrer Demenzpatienten zu verbessern. Dies spüren wir auch durch die große Anzahl der am IDA-Projekt teilnehmenden Hausarzt-praxen."
IDA ist ein bisher einzigartiges Projekt zur besseren Versorgung von Demenzpatienten. Ziel ist, die Behandlung von Demenzkranken zu verbessern und Angehörige bei der Pflege zu unterstützen. Deshalb führt die Initiative derzeit ein Modellprojekt mit Demenzpatienten und ihren Angehörigen in der gesamten Region Mittelfranken durch. Innerhalb des Projektes untersucht IDA, wie die Betreuung von Demenzpatienten und ihrer pflegenden Angehörigen verbessert werden kann und welche Auswirkungen das auf den Erkrankten hat. Beobachtet werden Versorgungsansätze wie die Unterstützung in angeleiteten Angehörigengruppen oder durch "zugehende" Angehörigenberatung.
Bis Dezember 2006 können Patienten und ihre pflegenden Angehörigen über Ihren Hausarzt in Mittelfranken am IDA-Projekt teilnehmen.
Kontakt: IDA-Projektbüro - 0911/218-969.
IDA, die Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin, ist eine bisher einzigartige Initiative in Deutschland. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgungsqualität von Patienten mit Demenz zu verbessern und ihre betreuenden Angehörigen zu unterstützen. Das Projekt, das seit Juni 2005 in der Modellregion Mittelfranken durchgeführt wird, soll einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Demenzpatienten möglichst lange in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung leben können und dass die physische und psychische Belastung der Angehörigen reduziert wird.
Für die nicht-medikamentösen Versorgungs- und Unterstützungsangebote von Demenzpatienten und ihren Angehörigen fehlen zur Zeit noch zuverlässige wissenschaftliche Erkenntnisse. Auf Basis der Studienergebnisse soll der betreuende Arzt in die Lage versetzt werden, zusätzlich zu seinen ärztlichen Leistungen qualifizierte Beratungs- und Unterstützungsangebote für seine noch in häuslicher Umgebung lebenden Demenzpatienten und ihre Angehörigen vermitteln zu können.
Die Initiatoren von IDA sind die AOK Bayern, der AOK Bundesverband und die forschenden Unternehmen Eisai und Pfizer, getragen wird sie von Hausärzten in Mittelfranken. Wissenschaftlich begleitet wird IDA von der Universität Erlangen-Nürnberg und dem GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München.
Umfassende Informationen und der aktuelle Stand des Projektes werden unter www.projekt-ida.de dokumentiert.
Quelle: Pressemeldung Eisai GmbH
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