UGW-Expertenumfrage sieht Impulse bei LEH-, TK- und Kfz-Branche
Zu diesen Ergebnissen kommt jetzt eine aktuelle Befragung der Wiesbadener UGW - die Vermarktungs-Experten (www.ugw.de) unter 2.880 Top-Entscheidern aus Handel und Industrie.
Konjunkturtief steht noch bevor
Für die meisten der Befragten (74 %) ist der wirtschaftliche Tiefpunkt der derzeitigen Krise aber noch nicht erreicht; dabei erwarten zwei Drittel einen leichten Aufwärtstrend frühestens Anfang 2010, ein Drittel sogar erst Mitte/Ende nächsten Jahres.
"Licht am Ende des Tunnels" sehen nach den UGW-Ergebnissen bereits wieder rund 48 Prozent der Marketing- und Vertriebsexperten, die in diesem Jahr noch mit durchschnittlich rund 13 Prozent Umsatzzuwachs oder zumindest "mit gleichbleibender Geschäftssituation" rechnen.
Von der "Abwrackprämie" konnten die Autohersteller und großen Kfz-Zulieferbetriebe selbst nicht so profitieren wie erhofft: rund 20 bis 25 Prozent Umsatzrückgang schätzen die befragten Experten im Vergleich zum letzten Jahr. Besonders hart getroffen hat es hingegen die Baubranche, die mit bis zu 30 Prozent weniger Aufträge kalkuliert. Auch die Branchen Unterhaltungselektronik, Dienstleistungen, Logistik und Verkehr sowie Energie sind mit 10 bis 20 Prozent Umsatzrückgängen betroffen. Von einem Einbruch der Geschäfte wird bei der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie nicht gesprochen; hier liegt man mit rund drei Prozent Minus im erwarteten Korridor.
Wirtschaftsentscheider reagieren
Zwar hellt die Stimmung in der Wirtschaft momentan etwas auf, dies geht jedoch zu Lasten der Arbeitnehmer. Denn 49 Prozent der befragten Unternehmen reagieren auf den Konjunktureinbruch mit Einstellungsstopp, Abbau von Überkapazitäten (38 %), Personalreduktion (28 %) bzw. Kurzarbeit (15 %). Zusätzlich werden Ausgaben im Marketingbereich sowohl in der Klassik (38 %) wie auch "below-the-line" (POS-Promotions, Events, Dialogkommunikation, PR etc.) zu über einem Drittel gekürzt. Kosteneinsparungen erfahren die meisten Mitarbeiter momentan direkt bei den Reiseausgaben sowie generell durch diverse Investitionsstopps.
Quelle: Pressemeldung UGW Wiesbaden
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