Steigende Risiken haben ihren Preis
Die Statistiken des größten deutschen Arzt-Haftpflichtversicherers sprechen eine deutliche Sprache. Die Anzahl der Haftpflicht-Schäden sind in den vergangenen Jahren zwar nicht größer, die Schäden aber deutlich teurer geworden. Die durchschnittliche Schadenhöhe ist innerhalb eines Jahrzehnts von rund 9.400 Euro im Jahr 1998 auf 16.200 Euro gestiegen. Dieser Trend ist über alle Fachrichtungen zu beobachten. Dabei machen dem Versicherer vor allem die Großschäden von über 200.000 Euro große Sorgen. Sie schlagen zwar in der Anzahl nur mit etwa ein Prozent zu Buche, verursachen aber rund 50 Prozent des finanziellen Aufwandes. Ein Beispiel: Ein schwerer Geburtsschaden kostete im Jahr 1998 rund 340.000 Euro; im Jahr 2008 mussten 2.885.000 Euro geleistet werden.
Es sind mehrere Ursachen, die für die Kostenexplosion verantwortlich sind. Da ist der medizinische Fortschritt zu nennen, der es selbst Schwerstgeschädigten ermöglicht, eine ganz normale Lebenserwartung zu haben. Daneben wirkt sich aus, dass die Gerichte den Patienten deutlich höhere Schmerzensgelder zusprechen. Noch stärker ist der Anstieg bei den nach oben nicht limitierten Schadenersatzansprüchen. Des Weiteren hat sich die Rechtsprechung zu Gunsten der Sozialversicherungsträger verändert, die die Möglichkeit haben, auch für weit zurückliegende Schadensfälle Regress zu nehmen.
Die extrem gestiegenen Kosten für Personenschäden und die Aussicht auf weiter überproportional steigende Kosten waren für die Deutsche Ärzteversicherung nun Anlass, die Prämienkalkulation in der Arzt-Haftpflichtversicherung diesen Marktgegebenheiten anzupassen. Dies geschieht allerdings unter Berücksichtigung des Risikoprofils eines jeden Arztes: Je schwerer das Risiko, desto deutlicher die Anpassung.
Das Unternehmen ist sich dabei der Verantwortung bewusst, als Standesversicherer dem Arzt mit bestmöglicher Fach- und Sozialkompetenz im Schadenfall zu unterstützen. So hat sich die Deutsche Ärzteversicherung mit ihrem Haftpflicht-Produkt "MedProtect" in einem Gruppenvertrag mit der Ärztekammer Berlin verpflichtet, alle Kammerangehörigen gegen berufliche Haftungsrisiken zu versichern (Kontrahierungszwang der Versicherungsgesellschaft). Daneben verzichtet die Deutsche Ärzteversicherung auf das außerordentliche Kündigungsrecht im Schadensfall.
Weiterhin hat der Arzt im Schadensfall die Möglichkeit, bei einem Verfahren vor der Gutachter- und/oder Schlichtungsstelle der Ärztekammer sein Verschulden anzuerkennen, ohne - wie sonst üblich - den Versicherungsschutz zu gefährden.
Neben den Leistungsvorteilen garantiert "MedProtect" für den Arzt auch eine Beitragsersparnis gegenüber dem Tarifbeitrag der Gesellschaft in Höhe von 7,5 Prozent. Im ersten Jahr der Niederlassung kann zudem ein Niederlassungsrabatt in Höhe von 20 Prozent in Anspruch genommen werden und Gemeinschaftspraxen wie auch Praxisgemeinschaften profitieren unter bestimmten Voraussetzungen dauerhaft von weiteren 20 Prozent Beitragsnachlass.
Einen zusätzlichen Beitragsvorteil erhalten Ärzte, die über ein gültiges Fortbildungszertifikat verfügen. Mit weiteren 7,5 Prozent Rabatt honoriert die Deutsche Ärzteversicherung diese nachgewiesene freiwillige zertifizierte Fortbildung.
Quelle: Pressemeldung Deutsche Ärzteversicherung
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