OB zur Diskussion um die Schulentwicklung: Appell zur raschen Einigung – „Eltern, Lehrer und Schüler müssen Sicherheit haben“ – Ziel einer „vernünftigen und bezahlbaren Lösung“
Oberbürgermeister Jens Beutel appellierte heute an die Ratsfraktionen, sich bis zur Sondersitzung des Stadtrates am kommenden Montag endgültig auf ein finanzierbares Konzept zur Gestaltung der Mainzer Schullandschaft zu einigen: „Weitere Verzögerungen kann sich die Stadt nicht leisten, wenn für das nächste Schuljahr rechtzeitig Fakten geschaffen werden sollen. Die Eltern und Lehrer, aber auch die Schülerinnen und Schüler müssen Sicherheit haben, wo und unter welchen Rahmenbedingungen der Unterricht künftig stattfinden wird. Wir brauchen eine vernünftige und bezahlbare Lösung.“
Der OB verwies zugleich auf das bestehende vielgestaltige Schulangebot in Mainz: „Millionenschwere Sanierungsprogramme für die Mainzer Schulen wurden in der Vergangenheit auf den Weg gebracht und laufen aktuell weiter. Dass unser Schulangebot schon heute gut angenommen wird, zeigt das große Interesse an Aufnahmeplätzen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Grundlagen sind also gegeben, jetzt müssen diese zügig an die neuen finanziellen Vorgaben angepasst werden. Sicher wird man es dabei nicht allen Betroffenen recht machen können, aber mit gutem Willen und Verständnis für die Interessen aller Beteiligten sollte es möglich sein, jetzt zu einer vernünftigen und damit bezahlbaren Lösung zu kommen.“
Investitionen in die Bildung haben auch etwas mit dem kulturellen Selbstverständnis einer Stadt zu tun, hob der OB hervor: „Sie sind Investitionen in die Zukunft. Das sollte allen bewusst sein.“ Beutel erinnerte daran, dass die Bundesregierung erst vor wenigen Monaten das Ziel der „Bildungsrepublik Deutschland“ ausgerufen habe. Rheinland-Pfalz habe sich bereits früher der Diskussion gestellt und als eines der ersten Bundesländer mit der Überführung der Hauptschulen in die Realschule Plus, mit dem Ausbau der Ganztagsschulen und nicht zuletzt mit der schnellen Umsetzung der Beitragsfreiheit schon ab dem zweiten Kindergartenjahr Nägel mit Köpfen gemacht. Der OB: „Die Integrierte Gesamtschule wie auch die Realschule Plus haben weitgehend Anerkennung gefunden und die Ausweitung des Ganztagsangebotes gilt unbestritten als Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nun ist es Aufgabe der Stadt, diese Konzepte mit Leben zu füllen, auch wenn dies angesichts der nach wie vor schwierigen Finanzsituation der Stadt nicht leicht fallen wird.“
Der Oberbürgermeister abschließend: „Die Stadt ist nach meiner festen Überzeugung mehr als nur der „Schulträger“, der für die entsprechenden Rahmenbedingungen, sprich Klassenräume, Computer und Kreide, sorgt. Gerade in der Kombination mit den klassischen städtischen Aufgaben, einer aktiven Familien-, Jugend- und Sozialpolitik, einer kreativen Kulturpolitik und der baulichen Gestaltung sehe ich die Chance, Mainz – nicht nur für junge Familien - noch attraktiver zu machen.“
Quelle: Pressemeldung Landeshauptstadt Mainz Amt für Öffentlichkeitsarbeit
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