Neue Receiverkonzepte verbessern Marktfähigkeit von Solarstrom

27.10.2010 | Mainz
Auf der Jahreskonferenz der Industrieinitiative Dii stellt SCHOTT Solar hoch-effiziente Receivertechnologien für Solarkraftwerke vor, wie sie auch beim Wüstenstromprojekt Desertec zum Einsatz kommen sollen. Eines der Kernthemen der Konferenz wird die Frage sein, wie Sonnenstrom aus den Wüsten Nordafrikas durch Kostenreduktion marktfähig werden kann.

Hochleistungsreceiver wie jene von SCHOTT Solar spielen hier eine Schlüsselrolle. Der Receiver ist das Herzstück von Solarkraftwerken mit Parabolrinnentechnologie, und je mehr Sonnenlicht er in Wärme umwandelt, desto höher ist der Wirkungsgrad des gesamten Kraftwerks..

"Als Gründungsmitglied der Dii wollen wir daran mitarbeiten, dass unsere Stromversorgung in Zukunft sowohl nachhaltig als auch bezahlbar ist. Stromversorgung durch Solarkraftwerke aus der Wüste bietet dafür eine vielversprechende Alternative, die zumal bereits seit einigen Jahren Realität ist", erläutert Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG. Er bezieht sich damit auf Kraftwerke wie Nevada Solar One in den USA sowie zahlreiche Kraftwerke in Spanien, die Strom für viele Tausend Haushalte produzieren. Weltweit hat SCHOTT Solar bereits über 500.000 Receiver für diese und weitere Projekte geliefert. "Als Markt- und Technologieführer entwickeln wir mit Hochdruck neue Receiver-Konzepte, so dass sich Strom aus der Sonne künftig wesentlich günstiger herstellen lässt", so Ungeheuer weiter. "Dies ist die Basis dafür, dass sich Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie weltweit im großen Stil durchsetzen und auch die Umsetzung des Desertec Konzeptes voranbringen können."

Neue Receiver-Generation: Effizienz rauf, Kosten runter

Schon heute setzt das Produktdesign der Receiver von SCHOTT Solar Maßstäbe in punkto Strahlungsoptik, Effizienz und Langzeitstabilität. Um den Wirkungsgrad weiter zu erhöhen, geht SCHOTT Solar zwei Wege: Zum einen hat das Unternehmen Receiver für größere Solarkollektoren entwickelt. Zum anderen liegt der Fokus auf dem Einsatz neuer Wärmeträger. Aktuell verwenden Receiver ein Öl, dass sich auf etwa 400 Grad erhitzen lässt. In Zukunft werden Solarfelder neue Wärmeträger verwenden, um den Dampfprozess bei mindestens 500 Grad Celsius und dadurch mit höheren Wirkungsgraden betreiben zu können. Für all diese Konzepte hat SCHOTT Solar bereits Prototypen geliefert, die derzeit in Feldtests im Einsatz sind.

SCHOTT Solar ermöglicht mit ihren hochwertigen Produkten, das nahezu unerschöpfliche Potenzial der Sonne als erneuerbare Energiequelle zu nutzen. Zu diesem Zweck produziert SCHOTT Solar wesentliche Komponenten für Photovoltaikanwendungen und Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie. In der Photovoltaikindustrie gehört das Unternehmen zu den wenigen integrierten Herstellern von kristallinen Siliciumwafern, Solarzellen und Photovoltaikmodulen. In der Dünnschichttechnologie zählt sich SCHOTT Solar wegen ihrer über 20-jährigen Erfahrung zu den richtungsweisenden Unternehmen. Bei der Produktion von Receivern für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie sieht sich SCHOTT Solar als Markt- und Technologieführer. Die Receiver sind Schlüsselkomponenten von Großkraftwerken, die auf Basis der Parabolrinnentechnologie zentral Strom aus Sonnenenergie erzeugen und damit ganze Städte versorgen können. SCHOTT Solar produziert in Deutschland, der Tschechischen Republik, den USA und in Spanien. Die Innovationskraft und technologische Kompetenz von SCHOTT Solar reichen zurück bis in die späten 1950er Jahre. Hauptaktionärin der SCHOTT Solar AG ist die SCHOTT AG, Mainz. SCHOTT entwickelt Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme für die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie, Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008/2009 mit rund 17.400 Mitarbeitern einen globalen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro.

Quelle: Pressemeldung SCHOTT AG

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