Lungenerkrankung COPD: Frühe Therapie unterstützt ein langfristig aktives Leben
Doch immer noch wird die COPD erst spät erkannt. Daher verwiesen Experten anlässlich des 50. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) Mitte März in Mannheim erneut auf die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose. Denn heute stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Patienten langfristig ein aktiveres Leben ermöglichen können. Unterstützend ist dabei ein möglichst frühzeitiger Beginn der Therapie.
Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie (1) leiden in Deutschland 13,2 Prozent der über 40-Jährigen an einer COPD. Bei den über 70-Jährigen sind es sogar mehr als 25 Prozent. Ein deutlicher Zuwachs an COPD-Patienten wurde bei der weiblichen Bevölkerung über 40 Jahren festgestellt. Hauptursache ist die Belastung der Lunge durch langjähriges Rauchen. Die Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch führen zu einer dauerhaften Verengung der Bronchien. Betroffene plagt das Gefühl, nicht mehr richtig atmen zu können. Es bleibt zuviel Luft in der Lunge zurück und weniger frische Luft kann eingeatmet werden: Die Patienten verspüren Atemnot, die zunächst unter Belastung auftritt, in späteren Krankheitsstadien auch im Ruhezustand. Die Folge: Die Patienten werden immer weniger belastbar. Sie bewegen sich weniger, um sich zu schonen. Weniger Bewegung führt zum weiteren Verlust der Kondition. "Irgendwann bleibt den Patienten schon beim Staubsaugen die Luft weg", so Dr. Rüdiger Sauer, niedergelassener Lungenfacharzt aus Ulm, auf dem Kongress.
Wie erkenne ich eine COPD?
Es gibt eindeutige Anzeichen, die auf eine mögliche COPD hinweisen: Atemnot, die zunächst nur unter körperlicher Belastung auftritt, Husten, vor allem am frühen Morgen, und Auswurf - der beim Husten hervorgebrachte Schleim aus den Atemwegen. Da sich die COPD schleichend über mehrere Jahre hinweg entwickelt, werden diese Anzeichen von den Betroffenen allerdings selten als Symptome einer eigenständigen Erkrankung wahrgenommen. Vielmehr wird ein Dauerhusten als "Raucherhusten" hingenommen, sinkende körperliche Belastbarkeit als "schlechte Kondition" bagatellisiert. Häufig gehen die Patienten erst zum Arzt, wenn die Beschwerden ihren Alltag bereits erheblich einschränken. "Daher sollten gerade Raucher oder Ex-Raucher, die diese Symptome bei sich erkennen, ihre Lungenfunktion mit einem einfachen Test beim Arzt überprüfen lassen", unterstreicht Sauer. Denn Früherkennung ist bei der COPD sehr wichtig, um den Symptomen entgegenwirken zu können und den Patienten langfristig ein aktiveres Leben zu ermöglichen.
Was hilft bei COPD?
Steht die Diagnose COPD fest, ist der wichtigste Schritt, das Rauchen aufzugeben. Ein konsequenter Rauchstopp kann die Funktionsfähigkeit der Lunge verbessern. "Viel Bewegung und angemessene sportliche Betätigung sind sehr wichtig", erläutert Dr. Justus de Zeeuw, Lungenfacharzt aus Haan, "denn viele Patienten ziehen sich wegen ihrer geringeren körperlichen Belastbarkeit in die Passivität zurück". Doch gerade Bewegung und körperliche Aktivität helfen, die Kondition zu verbessern und die Atemnot zu reduzieren. Besonders empfehlenswert sind Trainings in speziellen Lungensportgruppen und Aktivitäten wie Nordic Walking, Jogging, Radfahren oder Schwimmen.
Bronchienerweiternde Medikamente können zudem die verengten Atemwege des Patienten weit stellen, einige davon sogar bei einmal täglicher Inhalation über 24 Stunden lang. Das lindert die Atembeschwerden und erhöht die körperliche Belastbarkeit und langfristig die Lebensqualität der Betroffenen. Ein leicht bedienbares Inhalationsgerät wie der Respimat fördert zudem die Patientenzufriedenheit.
Drei einfache Fragen helfen, die COPD zu erkennen:
Sind Sie über 40 Jahre alt? Nein □ Ja □
Sind Sie Raucher oder haben Sie geraucht? Nein □ Ja □
Haben Sie Atemnot oder Husten? Nein □ Ja □
Beantworten Sie diese drei Fragen mit "Ja", dann sollten Sie Ihre Lunge mit einem einfachen Test (Spirometrie) beim Hausarzt prüfen lassen.
Quelle: Pressemeldung Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
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