Kooperation auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft
Auf eine verstärkte Zusammenarbeit bei Projekten der Wasserwirtschaft und des Gewässerschutzes setzen das Ministerium für Regionalwirtschaft, Forsten und Wasserwirtschaft der Republik Kroatien und die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten am Freitag in Mainz der kroatische Staatssekretär Zdravko Krmek sowie der IHK-Präsident Dr. Harald Augter und IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke.
Die kroatische Seite erhofft sich Impulse für die Umsetzung nationaler Infrastrukturprojekte. Staatssekretär Krmek sagte: "Aufgrund des Wissens, der Erfahrung, aber auch des Ansehens der deutschen Unternehmen, die in der Wasserwirtschaft tätig sind, wäre eine bilaterale Kooperation wertvoll beim Bau des Donau-Save-Kanals, beim Bau von Kläranlagen sowie beim Austausch von technologischem Wissen in weiteren Fragen des Wassermanagements."
Dr. Harald Augter verwies darauf, dass sich für deutsche Unternehmen neue Geschäftschancen eröffnen. Denn mit der jetzt unterzeichneten Vereinbarung wollen die Partner an den Zielen einer Absichtserklärung arbeiten, die das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland und das Ministerium für Regionalwirtschaft, Forsten und Wasserwirtschaft der Republik Kroatien im April 2007 unterschrieben haben. In der Planung liegen Projekte im Gesamtinvestitionswert von 2,8 Milliarden EUR, verteilt auf die kommenden zehn Jahre.
Die Absicht des nun in Mainz unterzeichneten Dokuments beschreibt IHK-Präsident Augter, der zugleich auch Honorarkonsul der Republik Kroatien ist: "Wir wollen durch möglichst punktgenaue Vermittlung von Firmenkontakten und den gezielt eingesetzten Transfer von Know-how in Kroatien Projekte im Bereich des Gewässerschutzes unterstützen."
Auf welche Projekte sich die Zagreber Regierung zunächst konzentrieren will, erläuterte Staatssekretär Zdravko Krmek. Hierbei steht im Vordergrund der Bau des mehr als 600 Millionen EUR teuren Donau-Save-Kanals, der noch in diesem Jahr begonnen werden soll. Der über 60 Kilometer lange Mehrzweckkanal soll der Schifffahrt, Bewässerung, Drainage und dem Niedrigwasserausgleich dienen. Als weitere Vorhaben nannte Krmek verschiedene Projekte zum Bau von Wasseraufbereitungsanlagen. Der Staatssekretär betonte: "Ein wesentliches Ziel der Vereinbarung mit der IHK für Rheinhessen ist der Austausch von Experten, Technologien, Wissen und Fachkenntnissen im Wassermanagement."
Als erste Initiativen planen die Partner in Mainz und Zagreb nun Kooperationsbörsen zur Anbahnung von Geschäftsbeziehungen zwischen kroatischen und rheinhessischen Firmen. IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke sieht darin eine Möglichkeit, schon bald zum Erfolg zu kommen: "Die Kooperationsbörsen haben sich im Kroatiengeschäft als äußerst nützliches Instrument für deutsche Mittelständler erwiesen. " Seit rund zehn Jahren arbeitet die rheinhessische Kammer als deutsche Schwerpunkt-IHK für Kroatien mit solchen Anbahnungsgesprächen, bei denen deutsche und kroatische Unternehmer im persönlichen Kontakt ihre gegenseitigen Angebote und Interessen ausloten können.
Eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit bei Projekten der Wasserwirtschaft und des Gewässerschutzes unterschrieben in Mainz Vertreter des Ministeriums für Regionalwirtschaft, Forsten und Wasserwirtschaft der Republik Kroatien und der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen. Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.): Vladimir Hruska (Deutsch-Kroatische Gesellschaft, Geschäftsführer Büro Zagreb), Staatssekretär Zdravko Krmek, IHK-Präsident Dr. Harald Augter und IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke.
Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen
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