„Frieden für Jerusalem“ - Ausstellung mit Werken von Mordechai „Motke“ Blum im Mainzer Rathaus
vom 01. bis 25. Oktober 2008 im Foyer des Mainzer Rathauses.
Die Ausstellungseröffnung findet am Dienstag, 30.09.2008 - dem Tag des Jüdischen Neujahrsfestes - um 18.00 Uhr statt.
Motke Blum wurde 1925 in Rumänien geboren, verlebte seine Kindheit in Bukarest und beschäftigte sich von klein auf mit Malen und Modellieren. Nach vielen Schwierigkeiten gelangte er auf abenteuerlichen Wegen 1944 nach Palästina, lebte in einem Kibbuz, wurde zum israelischen Wehrdienst eingezogen und trat 1951 in die „Bezalel“-Kunstakademie in Jerusalem ein, die er mit Auszeichnung abschloss. Er wurde zu einem Unesco-Kurs von Prof. Orselli zugelassen und nach Beendigung der Studien zur Ausbildung als Mosaik-Restaurator nach Ravenna eingeladen.
Bis zum Jahre 1964 zeigte Motke Blum Ausstellungen seiner Werke unter anderem in Belgien, England und Frankreich. Von 1965 an lebte er in Greenwich Village, New York. 1967, kurz vor Beginn des Sechs-Tage-Krieges, kehrte er nach Jerusalem zurück und weigerte sich danach viele Jahre lang, die Stadt zu verlassen. Erst 1981 bereiste er wiederum die USA.
Das israelische Ministerium für Touristik wählte zwei seiner Gemälde zum Thema „Jerusalem“ zum Druck von Prestige-Plakaten aus. Das Justizministerium erwarb zudem das Recht, drei seiner Arbeiten zur Ausschmückung aller israelischen Gerichtsgebäude zu drucken. Eine Skulptur von Motke Blum wurde von amerikanischen Spendern erworben und im Hadassa-Hospital auf dem Jerusalemer Scopusberg aufgestellt. 1990 erschien die Anthologie „Jerusalem, Blick in das Ewige“ von Eliane Wilson, die den drei monotheistischen Religionen und der Sache des Friedens gewidmet und mit Arbeiten von Motke Blum illustriert ist.
Motke Blum arbeitet mit verschiedenen Werkstoffen. Er malt und modelliert in seinem Studio „Chuzot Ha Yozer“, am Abhang des Berges Zion außerhalb der Stadtmauer gelegen. Einzel- und Gruppenausstellungen von ihm waren unter anderem in Jerusalem, New York, London, Sydney, Rio de Janeiro, Zürich, Toronto und Mexiko zu sehen.
Dr. h.c. Johannes Gerster, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), der von 1997 bis 2006 als Leiter der Konrad-Adenauer Stiftung in Jerusalem lebte, lernte Blum über den damaligen legendären Bürgermeister Teddy Kollek kennen. Über diesen Kontakt entstand der Entschluss, seine Werke auch in Mainz zu zeigen. Gerster wird am Eröffnungstag eine Einführung in die Ausstellung geben. Kulturdezernent Peter Krawietz sowie Alfred Wittstock, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft/Arbeitsgemeinschaft Mainz, sprechen Grußworte.
Laufzeit der Ausstellung:
1.10. bis 25.10. 2008 im Mainzer Rathaus
Offizielle Eröffnung: 30.09.2008, 18 Uhr
Quelle: Pressemeldung Landeshauptstadt Mainz Amt für Öffentlichkeitsarbeit
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