Dr. med. Johannes Greten referierte zum Auftakt des TCM-Zyklusses
Zum Auftakt des viertägigen Veranstaltungszyklusses zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der von der HanseMerkur Krankenversicherung aG und der DAK organisiert wird, hielt Dr. med. Johannes Greten, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (DGTCM), vor rund 200 Zuhörern einen Vortrag zum Thema "Chinesische Medizin als wissenschaftliches System". Zahlreiche Referenten werden ihm in der Zeit vom 27. September bis 29. September 2006 folgen. Der TCM-Zyklus findet im Rahmen der Hamburger CHINA TIME 2006 statt.
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wird hierzulande immer populärer. Der Vortrag von Dr. Greten führte in die faszinierende Welt der Heilmethode aus Fernost ein. Die Chine-sische Medizin hat eine mehrtausendjährige Geschichte. Die heute am meisten verbreitete Form der TCM wurde erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zusammengefügt. Damals ging es vor allem darum, das Riesenreich rasch medizinisch zu versorgen. Heute wird diese Medizin zum Exportschlager. Warum? Viele Beschwerden haben in der westlichen Medizin keine messbare Ursache. Und trotzdem leiden diese Menschen oft erheblich an Funktionsstörungen, die nach der Chinesischen Medizin (CM) jedoch funktionell zu diagnostizieren und damit auch zu behandeln sind. Mit Hilfe dieser Diagnose wählt man in der TCM aus einer Reihe unterschiedlicher Therapieverfahren, die dem Patienten häufig auch dann helfen können, wenn - im westlichen Sinne -keine konventionelle Therapie erfolgversprechend erscheint.
Die Chinesische Medizin nach den in Hamburg vorgestellten inneren Regeln des Heidelberger Modells ist ein in sich logisches, einer Computersprache vergleichbares hierarchiches System diagnostischer Entscheidungen. "Daher muss man die TCM, welche den vegetativen Regulationszustand des Menschen beschreibt, auch entmystifizieren und rational zugänglich machen", so Dr. med Johannes Greten. Dr. Greten legte dar, dass die klassische Chinesische Medizin auf einem logisch-technischen und wissenschaftlichen System basiert. Je nach Diagnose und Typus werden dann aus Akupunktur, Heilkräutern und andere Arzneien, Atem- und Bewegungsübungen, Diätetik und Behandlung mit den Händen die optimalen Verfahren ausgewählt, um das individuelle funktionelle Gleichgewicht wieder her zu stellen.
Im Rahmen des Vortrags betonte Dr. med. Greten die Notwendigkeit der Erforschung der TCM als System der komplementären Heilkunde. Schon heute bewährt sich die TCM zunehmend als additive vegetative Medizin bei gleichzeitiger, leitliniengerechter schulmedizinischer Grundversorgung. So ist die TCM nachweisbar bei folgenden Krankheitsbildern erfolgreich: Neurodermitis, Polyneuropathie, Schmerztherapie nach OP, Kniegelenkathrose, Rücken- und Kopfschmerzen, zur Immunstimulation, bei Allergien, HWS- und Burn-Out-Syndrom. Es sei jedoch notwendig, so Dr. med. Greten, die TCM durch Forschungsergebnisse zu dokumentieren und die Ergebnisse wissenschaftlich weiter auszuwerten. Grundvor-aussetzung ist es, die Fachbegriffe der Chinesischen Medizin in die funktionellen Kategorien der westlichen Medizin zu übertragen. Erst dann wird die TCM den ihr gebührenden Platz in westlichen Gesundheitssystemen einnehmen und die Methoden der TCM in die westliche Medizin vermehrt integriert werden können. Hierzu wurde in intensiver Forschungstätigkeit ein weitreichendes Modell entwickelt.
Der TCM-Zyklus wird in der Zeit vom 27. September bis 29. September 2006 mit einer Messe und zahlreichen Vorträgen im Atrium der HanseMerkur Versicherungsgruppe am Hamburger Dammtor-Bahnhof fortgesetzt. Der Eintritt zur TCM-Messe ist frei.
Quelle: Pressemeldung HanseMerkur Krankenversicherung AG
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