BKM legt Bericht über das Geschäftsjahr 2007 vor
Die BKM - Bausparkasse Mainz AG zeigt sich mit dem jetzt vorliegenden Ergebnis*) des Jahres 2007 in einer schwierigen Marktsituation verhalten zufrieden. Zwar konnten beim Bauspargeschäft die Stückzahlen des Vorjahres nicht ganz erreicht werden. Nach der Summe gerechnet sieht sich das Unternehmen dennoch im leichten Aufwärtstrend. Besonders erfreulich war 2007 die Resonanz auf die Festgeld- und Sparbriefangebote der BKM. Auf Grund der attraktiven Konditionen konnten 5000 neue Anleger hinzugewonnen und so die Gesamteinlage auf nahezu 250 Mio. Euro erhöht werden.
Im abgeschlossenen Bauspargeschäft der BKM wurde im vergangenen Jahr bei der Summe die Ein-Milliardenschwelle nur knapp verfehlt. Insgesamt konnten 33.523 Bausparkonten neu eröffnet werden. Im Nettogeschäft wurde mit 30.194 Verträgen eine Summe von 826 Millionen Euro (-3,1 % im Vergleich zum Vorjahr) erzielt. Das weiterhin günstige Zinsniveau führte dazu, dass sich die Kunden in erster Linie für außerkollektive Darlehen oder Kombinationsprodukte zur Finanzierung ihrer Bauvorhaben entschieden. So stiegen trotz der nach wie vor rückläufigen Genehmigungszahlen bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie bei Eigentumswohnungen (Veränderungen zum Vorjahr lt. Verband der privaten Bausparkassen: - 39,8 %) die Auszahlungen im außerkollektiven Geschäft im vergangenen Jahr um 5,4 % auf 314 Mio. Euro. Die von den Kunden in Anspruch genommenen Bauspardarlehen wuchsen um 5 Mio. Euro auf 58 Mio. Euro. Somit wurden insgesamt im Jahre 2007 Darlehensmittel in Höhe von 372 Mio. Euro zur Realisierung wohnwirtschaftlicher Maßnahmen zur Verfügung gestellt.
Erfreulich ist, dass sich die Zuteilungssituation der BKM auch 2007 stabil darstellte. So konnten erneut alle Ansprüche der Kunden, bei denen die Voraussetzungen gegeben waren, erfüllt werden. Zugeteilt wurden insgesamt 191 Mio. Euro. Die veränderte Marktlage im Bereich der privat genutzten Immobilien spiegelt sich auch in der Zahl der verkauften Mainzer Häuser wider: Mit 80 Ausbau- und Bausatzhäusern konnte das vorjährige Ergebnis nicht ganz erreicht werden. Dagegen stieg die Nachfrage nach gebrauchten Immobilien vor allem in städtischen Regionen spürbar an, so dass in diesem Bereich, hier vor allem bei Eigentumswohnungen, über die Mainzer Haus-Vertriebs GmbH 85 Immobilien verkauft werden konnten.
Abgerundet wird das Ergebnis noch durch die Zahl von 15 200 Versicherungen, die durch den Vertrieb der Bausparkasse Mainz für die INTER Versicherungen, den Hauptanteilseigner der BKM, vermittelt wurden. Nach den vorliegenden Ergebnissen schloss das Jahr 2007 mit einer Bilanzsumme von 2,43 Mrd. Euro. Der Jahresüberschuss lag mit 1,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.
In 2008 ist die BKM gleich auf zwei Feldern mit erheblichen Neuerungen an den Start gegangen. So wurden für die Geldanlage neben dem bisherigen Festgeld jetzt auch ein Tagesgeld sowie langfristige Anlagen, u.a. ein abgezinster Sparbrief, angeboten. Eine bereits erkennbare, überaus gute Nachfrage bestätigt, dass die Geldanlage-Produkte der BKM mit hervorragenden Konditionen ausgestattet sind. Mit neu konzipierten Energiesparhäusern setzt die BKM von diesem Jahr an ganz auf reduzierten Energieverbrauch und damit auch auf eine geringere Umweltbelastung. Die Palette der Mainzer Energiesparhäuser reicht vom barrierefreien Bungalow über das für die Kleinfamilie maßgeschneiderte Einfamilienhaus bis hin zum Mehrfamilienhaus. Angeboten werden die Energiesparhäuser in Fertig- oder Massivbauweise. Beim Fertighaus kommt eine Klimawand zum Einsatz, beim Massivbau kann zwischen Holzspan-Dämmstein oder Ziegel gewählt werden. Unterschiedliche Fertigungsstufen ermöglichen Eigenleistungen, mit denen sich die Herstellungskosten senken lassen. Ausgestattet sind die Energiesparhäuser mit besonders guter Wärmedämmung, die bis zu 42 % der üblichen Heizkosten einsparen lässt.
Nachdem die Eigenheimzulage zum 1.1.2006 abgeschafft worden ist, soll privates Wohneigentum den Plänen der Großen Koalition zur Folge jetzt im Rahmen der staatlich subventionierten privaten Altersvorsorge ("Wohn-Riester") gefördert werden. Im Konkreten bedeutet dies, dass mit dem angesparten Geld aus einem Riester-Vertrag künftig auch Wohneigentum bezahlt oder abbezahlt werden darf. Das angesammelte Geld kann komplett entnommen werden, der Schritt in die eigenen vier Wände wird somit also erleichtert. Neu ist dabei vor allem die Möglichkeit für Bauherren, ein Baudarlehen gefördert zu bekommen. Vorgesehen ist hier, die Tilgungsleistungen mit Zulagen oder Steuerabschlägen zu begünstigen. Idealerweise führt dies zu einem schuldenfreien eigenen Haus bzw. zu einer schuldenfreien eigenen Wohnung, womit beide der Geld-Rente weitgehend gleichgestellt sind.
Mit der Neuregelung findet der Erwerb von Wohneigentum als Form der Altersvorsorge die gebührende offizielle Anerkennung. Allerdings ist zu befürchten, so BKM-Vorstand Peter Ulrich, "dass die Einbeziehung von Bausparen in die Riester-Förderung zu einer für die Kunden unzumutbaren Verkomplizierung führt". Der falsche Weg sei auch, so Peter Ulrich, die vorgesehene nachgelagerte Besteuerung der Förderung: "Im Interesse unserer Kunden wünschen wir uns hier eine unbürokratische Lösung". Ganz erhebliche Bedenken bestehen im Übrigen gegenüber den Plänen der Politik, die bewährte Bausparförderung zu beschränken. Vom kommenden Jahr an soll die Wohnungsbauprämie nur noch für wohnwirtschaftliche Maßnahmen, also für den Bau, Kauf oder die Renovierung eines Hauses oder einer Wohnung eingesetzt werden können. Zur Zeit kann der Bausparer nach einer Bindungsfrist von sieben Jahren über die Prämie frei verfügen. "Mit der Einschränkung", so BKM-Chef Ulrich, "verliert Bausparen an Attraktivität. Vor allem junge Menschen werden durch die Prämie zum Abschluss eines Bausparvertrags, und damit ganz generell zum Sparen motiviert." In vielen Fällen lässt sich gerade über das Bausparen mit den Vermögenswirksamen Leistungen und der Arbeitnehmersparzulage das Eigenkapital für den Einstieg in Wohneigentum erfolgreich ansparen. Im Übrigen bleibt der Sinn des Bausparens auch ohne Zweckbindung erfüllt. Denn immerhin werden, so die aktuellen Zahlen, 80 % der Bausparverträge für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet.
Quelle: Pressemeldung Bausparkasse Mainz AG
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